Ratgeber · Qualität
Getreidefreies Katzenfutter: sinnvoll oder Marketing?
„Getreidefrei" steht auf immer mehr Verpackungen – und klingt gesund. Aber ist es das auch? Hier trennen wir nüchtern Fakten von Marketing.
Kurz gesagt
Warum das Thema überhaupt aufkam
Die Katze ist ein obligater Karnivore – ihr Stoffwechsel ist auf tierisches Eiweiss und Fett ausgelegt, nicht auf Kohlenhydrate. Getreide dient in vielen günstigen Futtersorten vor allem als preiswerter Füllstoff. Daraus entstand die berechtigte Frage: Braucht meine Katze das überhaupt? Die Antwort: nein, notwendig ist Getreide nicht.
Wann getreidefrei wirklich sinnvoll ist
- Nachgewiesene Getreide-Unverträglichkeit oder Allergie – das ist allerdings seltener, als das Marketing vermuten lässt. Häufiger reagieren Katzen auf bestimmte tierische Eiweissquellen.
- Als Qualitätsmerkmal in Kombination mit hohem Fleischanteil – gutes getreidefreies Futter setzt oft auf mehr Fleisch statt Füllstoffe.
Der häufigste Irrtum
„Getreidefrei" wird oft mit „gesund" oder „kalorienarm" gleichgesetzt – das stimmt so nicht. Wird das Getreide durch Kartoffeln, Erbsen oder Tapioka ersetzt, bleibt der Kohlenhydratanteil ähnlich hoch. Ein Blick lohnt sich daher weniger auf das Wort „grainfree" als auf die Zusammensetzung.
Worauf du stattdessen achten solltest
- Hoher Fleischanteil und klar deklarierte tierische Zutaten (z. B. „Huhn 60 %").
- Keine vagen Sammelbegriffe wie „tierische Nebenerzeugnisse" ohne Angabe.
- Nachvollziehbare Kohlenhydratquelle in moderater Menge.
- Vollständiges Alleinfuttermittel mit allen nötigen Nährstoffen (Taurin!).
Und der Preis?
Getreidefreies und fleischreiches Futter ist tendenziell teurer. Umso wichtiger ist der Blick auf den Kilopreis und der Vergleich über mehrere Shops – dieselbe Sorte kann je nach Händler spürbar günstiger sein.
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Zum Preisvergleich →Dieser Ratgeber bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf eine Futtermittelallergie oder gesundheitliche Probleme wende dich an deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.